Die Dörfer am Meer „Cinque Terre“

April 26, 2012 at 5:24 am Hinterlasse einen Kommentar

Einzigartig – die Lage der 5 Dörfer am Meer „Cinque Terre“ – eine der schönsten und interessantesten Gebiete in Italien – leider durch die Regen – und Schlammkatastrophe im Oktober 2011 teilweise sehr verwüstet worden. Die Aufräumungsarbeiten sind aber schon weit fortgeschritten und ein Besuch lohnt sich. Ich habe diese Dörfer am 21.4.2012 besucht …. hiere ein paar Infos und über FLICKR ein paar Bilder (rj).

 

„Cinque Terre“ bedeutet „fünf Dörfer“ (wörtlich „fünf Länder“). Die Orte Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore im äußersten Südosten der ligurischen Riviera verteilen sich auf einen Küstenstreifen von nur 9 Km Länge.

Monterosso ist mit rund 1700 Einwohnern der größte Ort der Cinque Terre. Hier ist am meisten los: die meisten Hotels, die meisten Restaurants und Geschäfte, die meisten Leute, der breiteste Strand. In der Saison (und das heißt: von Ostern bis Anfang Oktober) herrscht oft ein gewaltiger Trubel, vor allem an Wochenenden, wenn zu all den Amerikanern, Schweizern, Skandinaviern, Deutschen auch noch Massen von italienischen Ausflüglern stoßen. Die Cinque-Terre-Idylle findet man in Monterosso nicht, aber dafür hat man bei den Hotels, beim Essen gehen und Einkaufen mehr Auswahl als in den Nachbardörfern. Und außerdem findet sich hier der einzige große Badestrand der Cinque Terre.

Sehenswert in Monterosso:

  • Kirche S.      Giovanni Battista aus dem 13./14.Jh., mit barockem Hauptaltar und      Chorgestühl.
  • Kapuziner-Kloster      (Convento dei Cappuccini) mit der Kirche S.Francesco aus dem 17.Jh.
  • Ortsfest des      hl. Johannes am 24.Juni.

Vernazza ist unglaublich schön – die Lage auf einer kleinen Halbinsel begeistert, die alten Burgtürme, der Felsenhintergrund und die kleine Piazza am Meer faszinieren. Kein Wunder, daß Vernazza in keiner Ligurien-Reportage fehlt, daß von DuMont bis Merian jeder Riviera-Führer das malerische Örtchen aufs Titelbild bringt. Aber das Ganze hat seinen Preis: Hier wird es häufig sehr voll. An Wochenenden und Feiertagen sollte man Vernazza weiträumig umgehen, denn wenn sich die Reisegruppen auf der Hauptgasse vom Bahnhof zum Hafen wälzen, verliert man den Spaß.

Davon abgesehen ist Vernazza durch und durch hübsch. An der Hafenpiazza trifft sich alle Welt, man kann draußen essen, den Wellen, Katzen, Kindern, Mammas und Opas bei ihrem Treiben zuschauen. Cinque Terre à la carte: Fotogener wird’s an der ganzen, viele tausend Kilometer langen italienischen Küste nirgendwo!

Sehenswert in Vernazza:

  • Kirche S.Margherita      am Hafen: 1318 erbaut, mit einem schönen, vierzig Meter hohen Glockenturm.
  • Ortsfest      der hl. Margarete am 20.Juli

 

Corniglia ist unter den Cinque-Terre-Dörfern etwas Besonders: Es liegt nicht direkt am Meer, sondern auf einem Felsen achtzig Meter über dem Wasser. Das gibt dem Ort einen besonderen Reiz. Nirgendwo in den anderen Ortschaften genießt man eine solche Aussicht über die Küste. Der Nachteil: Um ans Meer zu kommen, muß man jeweils viele Stufen hinabsteigen (und auf dem Rückweg wieder hinauf…). Deshalb ist Corniglia ein wenig abseits des Touristenstroms geblieben – als einziges der fünf Dörfer hat es kein Hotel.

Hier ist ein bißchen weniger los als in den anderen Orten. Das große Gedränge in den schmalen Gassen bleibt die Ausnahme. Man ist „unter sich“. Wenn man in dem Dorf wohnt (es gibt zahlreiche Privatvermieter), kennt man spätestens am dritten Tag viele vertraute Gesichter.

Sehenswert in Corniglia:

  • Kirche S.Pietro      aus dem 14.Jh. mit einer besonders schönen Fassade, bemerkenswert ist das      gotische Rosenfenster.
  • Fest      „Strappamaggio“ mit Prämiierung des besten Sciacchetrà      (Cinque-Terre-Dessertwein) am 1.Mai.
  • Ortsfest des      hl.Petrus am 28.Juni

In dem schmalen Tal von Manarola haben die Einheimischen geschickt jeden Meter genutzt, um die Häuser in aberwitzigen Verschachtelungen über- und nebeneinander zu setzen. Treppengassen führen von der Hauptstraße links und rechts die Hänge hinauf. Der Ort wirkt wie eine kubistische Komposition. Nicht zufällig ist Manarola lange ein Malerort gewesen, hier haben Künstler gearbeitet wie Renato Birolli, einer der bedeutenden italienischen Maler des 20.Jh. (Übrigens: Im Nachbarort Corniglia wohnte lange Zeit Michelangelo Pistoletti, der avantgardistische Begründer der arte povera.) Der schönste Ortsteil erhebt sich südlich des Hafens auf einem kleinen Felsen über dem Meer.

Sehenswert in Manarola:

  • Kirche S.Lorenzo      (oder S.Maria) am oberen Ortsrand: 1338 erbaut, mit schöner gotischer      Fassade und Bildern unbekannter Maler des 15.Jh. im Innenraum.
  • Ortsfest des      hl. Lorenz am 10.August.

In Riomaggiore führt eine für Cinque-Terre-Verhältnisse recht breite Hauptstraße mit mehrstöckigen Gebäuden durch den Ort zum Meer. Der Hafen gibt das eindrückliche Bild sich auftürmender, gegeneinander verschiebender, emporwachsender Hausfassaden – in allen möglichen Farbtönen, rot, orange, gelb, violett und jedenfalls immer schön verwittert. Das Leben der Bewohner spielt sich hauptsächlich entlang der aufwärts führenden Straße ab. Hier stehen die zahlreichen Geschäfte, die Cafés und Restaurants.

Riomaggiore bietet ein besonders großes Angebot an Privatunterkünften, meist mit etwas günstigeren Preisen als in den anderen Cinque-Terre-Orten.

Sehenswert in Riomaggiore:

  • Kirche S.Giovanni      Battista von 1340.
  • Wandmalereien des      argentinischen Malers Silvio Benedetti am Rathaus mit Szenen aus dem Leben      der einheimischen Fischer und Winzer (1994).
  • Via      dell’Amore, der berühmte, in den Fels geschlagene      Verbindungsweg zwischen Riomaggiore und Manarola.
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