Komodowarane – gemeingefährlich !!!

November 20, 2010 at 6:52 am 1 Kommentar

Komodowarane –  gemeingefährliche Raubtiere

 Letzte Woche war ich zu Besuch im Nationalpark Komodo im Gebiet der kleinen Sundainseln und macht „Walk“ – ca. 5- 7 Kilometer auf der Insel „Rinca Island“… ca. 10 Warane sind wir begegnet – hier ein bißchen Informationen und Bilder ….

  

Ihre Taktik ist der Hinterhalt, ihre Zähne sind messerscharf, ihr Speichel trägt tödliche Bakterien: Komodowarane vertilgen alles was ihnen über den Weg läuft: Hirsche, Wildschweine und selbst Wasserbüffel sind nicht zu groß für sie : Komodo Warane – Die letzten Drachen unserer Erde

Die Komodo Warane gehören zu den wohl faszinierendsten und größten Reptilien dieser Erde und werden auch „Die letzten Drachen“ genannt. Leider existieren von Ihnen nur noch einige tausend Exemplare und wir verdanken es dem Komodo National Park, dass uns diese Wesen auch in Zukunft erhalten bleiben.

Da sich der Komodo National Park auch durch Touristeneinnahmen refinanziert, sind deren Besuche jederzeit herzlich Willkommen …

Der Komodo Nationalpark
Der Komodo Nationalpark hat seine Heimat in Indonesien, dort genau im Bereich der Kleinen Sunda-Inseln. Dort befindet er sich im Grenzgebiet der Provinzen Nusa, Tenggara, Timur und Nusa Tenggara Barat. Der Komodo Nationalpark umfasst die Inseln Komodo, Rinca und Padar und auch weitere kleinere und hat dabei eine gesamte Landfläche von rund 603 qkm. Die gesamte Fläche des Nationalparks beträgt 1.817 qkm. Die Gründung des Komodo Nationalparks war im Jahr 1980. Der ursprüngliche Gründungsgrund war der Schutz des Komodowaran. Inzwischen ist auch die Erhaltung der Flora und Fauna und hierbei auch besonders im maritimen Bereich, ein weiteres Anliegen des Komodo Nationalparks. Der Nationalpark ist auf Inseln mit vulkanischem Ursprung gelegen. Vier Ansiedlungen in seinem Gebiet geben rund 4.000 Einwohnern ein Zuhause. Die Ernennung des Komodo Nationalparks zum Weltnaturerbe durch die UNESCO ist eine besondere Anerkennung des Parks. Die Beobachtung der Komodowarane in freier Wildbahn ist hier sehr gut möglich.

Der Komodo Waran:

Noch könnte manch Vorwitziger geneigt sein, die jungen Warane auf den Arm zu nehmen. Auf immerhin 40 Zentimeter Länge haben sie sich entfaltet, nachdem ihre Eierschale sie freigegeben hatte. Nach zwei, drei Jahren aber wird jeder von ihnen zu einem der gefährlichsten Raubtiere auf der Erde herangewachsen sein….

Sobald sie geschlüpft sind klettern sie auf irgendein höher gewachsenes Gewächs in der Nähe Die jungen Reptilien klettern nach oben so weit sie kommen. Sie sind darauf programmiert, denn ältere Warane sind dem Kannibalismus durchaus zugeneigt, und selbst Elterntiere kennen bisweilen keine Verwandten, solange der Nachwuchs ihnen noch in mundgerechter Größe über den Weg läuft. Zumindest in der Natur leben Kleintiere daher oft Monate oder Jahre auf Bäumen, die von erwachsenen Tieren nicht mehr bestiegen werden können, ernähren sich dort von Insekten, Eidechsen, Schlangen und Vögeln und kommen erst mit einer Größe von etwa einem Meter wieder herunter auf den Boden.

Komodowarane sind die weltweit größten Echsen, können bis auf eine Länge von vier, fünf Metern heranwachsen. Sie bringen bis ca. 200 Kilo auf die Waage, können ihr Gewicht aber binnen einer Mahlzeit fast verdoppeln. Mähnenhirsche, Ziegen, Rinder, ausgewachsene Wildschweine – fast nichts ist zu groß für sie, um es zu vertilgen, selbst Wasserbüffel sind vor ihnen nicht sicher. Die Warane haben längere Beine und einen höheren Rumpf als Krokodile, mit 15 bis 18 Stundenkilometern bricht ihre Jagdgeschwindigkeit dennoch keine Rekorde. Ihre Taktik ist der Hinterhalt, und ihr Trumpf ist die große Geduld. Tagelang warten sie im Gebüsch verborgen, bis der Hirsch vorbeitrottet, und schnellen dann, in hüftschwungartigen Bewegungen blitzartig hervor, um der Beute ihre messerscharfen Zähne – sie zählen zu den schärfsten im Tierreich – in die Seite zu schlagen. Ist es erst so weit, hat das Opfer keine Chance mehr. Selbst wenn es dem Angreifer noch mal entkommen sollte. Komodowarane tragen in ihrem Speichel nämlich Bakterien mit sich, die schon kurz nach dem ersten Biss Wundbrand und Blutvergiftung auslösen und gegen die allein ihr eigenes Immunsystem die nötigen Abwehrkräfte aufweist. Abermals brauchen die Tiere auch in so einem Fall nur ein wenig Geduld, bis das Opfer anschließend nach wenigen Tagen tot liegen geblieben ist. Besonders erpicht, so wissen Waran-Kenner, sind die Räuber auf die Innereien ihrer Opfer, in aller Regel bleibt allerdings am Ende nichts übrig, weder Knochen noch Hufe oder das Fell.

Aussehen und die Methoden der Jagd, die Zoologen und Paläozoologen an Raubsaurier erinnern, ein Tier, das aus weit zurückliegenden Erdzeitaltern zu stammen scheint…

Verunglückte Piloten in ihren Doppeldeckermaschinen und Perlentaucher, die zwischen den Sundas arbeiteten, waren die Ersten, die über die niederländische Kolonialverwaltung der westlichen Welt Mitteilung machten von den drachenartigen Tieren. Komodo war damals bewohnt von den Nachfahren von Sträflingen, die ein Sultan in früheren Jahrhunderten dorthin verbannt hatte. 1912 bekam das Zoologische Museum in Bogor oberhalb der Kolonialhauptstadt Batavia eine Waran-Haut geschickt, und Direktor Peter Ouwens war der Erste, der die Tiere wissenschaftlich beschrieb.

Bald schon tauchte ein Rätsel auf, das bis heute nicht gelöst ist: Komodowarane sind in ihrer Art älter, als es die vergleichsweise junge Vulkaninsel Komodo ist. Mussten die Tiere vor vielen Hunderttausend oder Millionen Jahren größere Strecken schwimmend zurücklegen? Immerhin handelt es sich hier um jene Weltengegend, in der auch ein anderes Wesen im Laufe seiner frühen Stammesgeschichte große Seereisen unternahm: der Mensch, auf dem Weg nach Australien vor mehreren Zehntausend Jahren.

Üblicherweise begreifen die Warane den Mensch nicht als Beutetier. Und doch kommt es immer wieder zu tödlichen Unfällen. Gerade erst meldeten die Agenturen, dass ein Einheimischer im Komodo-Nationalpark beim Obstpflücken von einer Echse angegriffen wurde und kurz darauf seinen Verletzungen erlag.

Fotos auf auf FLICKR (rj)

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1 Kommentar Add your own

  • 1. frank mueller  |  Januar 8, 2011 um 4:53 pm

    die seite ist sehr interessant, zumal sie selbst dort gewesen sind

    Antwort

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