Taiwan „Ilha Formosa“

November 9, 2010 at 5:02 pm Hinterlasse einen Kommentar

Taiwan – Wissenswertes….

 Tja, 2 Tage Taiwan – auch für mich Neuland und hier ein bißchen etwas zu Taiwan:

Man schrieb das Jahr 1544, als ein nach Macau bestimmtes portugiesisches Handelsschiff im Südchinesischen Meer von einem Taifun erfasst, schwer beschädigt und in unbekannte Gewässer abgetrieben wurde. Der Besatzung blieb kaum noch irgendeine Hoffnung auf Rettung. Da tauchte ganz unerwartet vor ihren Augen eine herrliche Insel auf, deren üppige Vegetation und klare Wasserläufe einen unendlichen Reichtum verhiessen. «Ilha formosa, ilha formosa» (wunderschöne Insel) riefen die Matrosen entzückt aus. Und so kam – zumindest der Sage nach – die Insel Taiwan zum Namen «Formosa», der noch heute in Europa gebräuchlich ist.

Der chinesische Name «Taiwan» seinerseits bedeutet «Terrassenbucht» und bezieht sich auf die sanften Buchten an der flachen Westküste der Insel sowie das von dort terrassenförmig zum Zentralgebirge hin ansteigende Land.

Taiwan ist eine jener ostasiatischen Nationen, welche zwar wirtschaftlich längst in der Raumfahrt-Ära leben, jedoch das feste Fundament ihrer alten Hochkultur unbeeinflusst von westlichen Strömungen bewahrt haben. Die nach den letzten Errungenschaften der Technik ausgestatteten landwirtschaftlichen Betriebe, die modernen Hochhausbauten in den Städten und die grossartigen Panoramastrassen durch das gebirgige Binnenland machen deutlich, dass Taiwan zu den fortschrittlichsten Staaten Asiens gehört. Die allgegenwärtigen buddhistischen, konfuzianischen und taoistischen Tempel mit ihren bunten Farben und den himmelwärts geschwungenen Dächern sowie die ständig stattfindenden religiösen Umzüge und Tempelfeste zeigen andererseits die tiefe Verwurzelung des taiwanischen Volkes in seiner reichen Tradition. Beides zusammen, ergänzt durch die prächtige Landschaft mit ihren vielfältigen Naturdenkmälern, machen Taiwan zu Recht zu einem der beliebtesten Ferienplätze Ostasiens.

Ein mächtiges Kettengebirge prägt die Insel

Taiwan, mit einer Fläche von 35 957 Quadratkilometern etwas kleiner als die Niederlande, liegt etwa 150 Kilometer von der chinesischen Küste entfernt am westlichen Rand des Pazifischen Ozeans. Von Norden nach Süden erstreckt sich die tabakblattförmige Insel über eine Länge von fast 400 Kilometern; rund 150 Kilometer misst sie an der breitesten Stelle.

Zum Staatsgebiet Taiwans gehören ferner 85 kleinere Inseln mit einer Gesamtfläche von 222 Quadratkilometern, darunter der vulkanische Penghu-Archipel (Pescadores-Inseln), die vor dem chinesischen Festland gelegenen Quemoy- und Matsu-Inseln sowie die Insel Lanyu (Orchideeninsel).

Ein mächtiges, stark gefaltetes und zergliedertes Kettengebirge durchzieht Taiwan in nordsüdlicher Richtung und macht es zu einer eigentlichen Hochgebirgsinsel: Mehr als 60 Gipfel übersteigen die Höhe von 3000 Metern. Der Yu Shan erreicht sogar eine Höhe von 3997 Metern und ist damit der höchste Berg Ostasiens.

Im Osten fällt dieses schroffe, wenig erschlossene Gebirge steil zum Meer hin ab und bildet eine schwer erreichbare Kliffküste. Hier hat sich im Tertiär, vor rund 50 Millionen Jahren, ein sogenannter Grabenbruch ereignet. Von den seit jener Zeit andauernden Bewegungen der Erdkruste zeugen ausser den vielen erloschenen Vulkankegeln und den heiss sprudelnden Schwefelquellen im Nordosten Taiwans die etwa 150 leichteren Erdbeben, welche die Insel alljährlich spürbar erschüttern.

Gegen Westen steigt das zentrale Kettengebirge in einer flachwelligen Hügellandschaft über mehrere Terrassen zum Meer hin ab und breitet sich zuunterst in einer 320 Kilometer langen und 8 bis 40 Kilometer breiten Schwemmlandebene aus. Die Böden dieser Küstenebene sind äusserst fruchtbar, und tatsächlich wird heute praktisch jeder Quadratmeter des westlichen Tieflands intensiv landwirtschaftlich genutzt. Hier, auf einem Drittel der Gesamtflache Taiwans, leben 90 Prozent der über 20 Millionen Menschen zählenden Inselbevölkerung. Und hier befinden sich auch sämtliche Industriezentren der kleinen Inselnation.

336 Orchideen- und 428 Vogelarten

Der Nördliche Wendekreis durchschneidet Taiwan fast in der Mitte. Das Klima der Insel ist demnach tropischer und subtropischer Natur: Die Jahresdurchschnittstemperaturen betragen im Tiefland um 23°C, Niederschläge sind ganzjährig reichlich, und die Luftfeuchtigkeit ist allgemein hoch. Zumeist in den Sommermonaten gehen durchschnittlich zwei Taifune pro Jahr über Taiwan hinweg und richten mehr oder weniger starke Verwüstungen an.

Bedingt durch das feuchtwarme Klima und die nahezu ununterbrochene Wachstumsperiode gedeiht auf Taiwan eine überwältigende natürliche Vegetation, welche die Insel zu rund 50 Prozent bedeckt. An der Küste finden sich weite Mangrovenwälder mit einem undurchdringbaren Gewirr von Stelzwurzeln. Bis etwa 600 Meter über dem Meeresspiegel wachsen vielerlei Palmen- und Bambusarten sowie mächtige Akazien. Bis 1600 Meter trifft man auf immergrüne Wälder aus Japanzedern, Kampferbäumen und Eichen, bis 2600 Meter auf Mischwälder aus Läubbäumen (Ulmen, Ahorn, Buchen usw.) und Nadelbäumen (Kiefern, Fichten, Tannen usw.), bis 3600 Meter auf reine Nadelwälder. Darüber befindet sich schliesslich eine gehölzlose Stufe mit vielen Gräsern und Polsterpflanzen.

Neben seinen über 60 Bambusarten unterschiedlichster Grösse ist Taiwan berühmt für seine zahlreichen endemischen, das heisst weltweit nur hier vorkommenden Orchideenarten: 336 verschiedene Arten haben die Botaniker ausgemacht! Des weiteren wachsen auf Taiwan vielerlei Rhododendren und Azaleen, und mancherorts finden sich ausgedehnte Bestände japanischer Kirschbäume, deren Blüte im Frühsommer eine besondere Pracht ist.

Die Tierwelt Taiwans ist auf dieser schon von alters her vom Menschen besiedelten und bewirtschafteten Insel leider stark zurückgedrängt. So sind zum Beispiel der Kragenbär, der Nebelparder und auch der Sika-Hirsch äusserst selten geworden oder sogar völlig ausgestorben. In den unzugänglichen Gebirgswäldern haben sich aber immerhin noch eine ganze Reihe grösserer Säugetiere, darunter das Wildschwein, der Muntjak-Hirsch, der Formosamakak, der Rhesusaffe und der Chinesische Hase, in gesunden Beständen halten können. Darüber hinaus brüten 428 Vogelarten auf Taiwan oder verbringen zumindest als Zugvögel hier den Winter. Ferner gilt Taiwan als ein Schmetterlingsparadies: Weltweit findet man kein anderes Gebiet von vergleichbarer Grösse, in welchem mehr Schmetterlingsarten leben als auf Taiwan; über 400 sind verzeichnet! Am Sonne-Mond-See, einem beliebten Ausflugsziel, können vielerlei Arten der bunten Falter in einer Art Schmetterlingszoo mit riesigen Netzkäfigen bewundert werden.

Taiwan – das «andere» China

Taiwans Geschichte ist eng mit derjenigen Chinas verknüpft, wurde doch die fruchtbare Insel schon früh zum Auswanderungsziel der Landbevölkerung aus den dichtbesiedelten Küstenprovinzen des benachbarten Chinas.

Erste kleine chinesische Niederlassungen soll es schon im dritten Jahrhundert nach Christus gegeben haben. Eine systematische Besiedlung der Insel durch chinesische Reisbauern setzte aber erst im 12. und in noch stärkerem Mass im 17. Jahrhundert ein. Die bewaldeten Berghänge des Westteils der Insel wurden damals auf breiter Front gerodet und in bewässerte Terrassen-Reisfelder umgewandelt.

1624 besetzten die Holländer, um strategisch wichtige Stützpunkte für ihren Fernosthandel bemüht, den Südteil Taiwans. Zwei Jahre später erschienen vor der Küste Taiwans die Spanier, ebenfalls bedeutende Seefahrer jener Zeit, und versuchten im Norden Taiwans Fuss zu fassen. 1642 gelang es jedoch den Holländern, ihre europäischen Kolonialkonkurrenten aus dem Feld zu schlagen.

Die Holländer ihrerseits wurden dann 1661 unverhofft vom berühmt-berüchtigten Piraten Koxinga, Sohn eines Chinesen und einer Japanerin, und seinen Verbündeten vertrieben. Sie gehörten zu den Seeräubern, die sich schon immer in der Taiwanstrasse herumgetrieben, europäische Kolonialschiffe und vollbeladene Küstendschunken aufgebracht und sich dann mit der Beute auf Taiwan versteckt hatten.

1683 nahmen schliesslich die Chinesen Taiwan in Besitz und machten es 1887 zur offiziellen Provinz Chinas. Nach Beendigung des Japanisch-Chinesischen Kriegs wurde China 1895 jedoch gezwungen, seine junge Provinz an den japanischen Sieger abzutreten. 50 Jahre lang blieb Taiwan nun unter der kolonialen Vorherrschaft der Japaner. Erst nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Taiwan vom besiegten Japan gelöst und China wieder einverleibt.

1949 kam es schliesslich noch einmal zu einer tiefgreifenden Änderung der politischen Lage: Die chinesische nationalistische Partei, deren Führer Tschiang Kai-schek war, unterlag im chinesischen Bürgerkrieg auf dem Festland den Truppen der von Mao Tse-tung geführten kommunistischen Roten Armee. Tschiang Kai-schek, seine gesamte nationalistische Regierung und rund zwei Millionen Anhänger wurden von den Kommunisten vom Festland gejagt und flohen nach Taiwan. Diese zugewanderten «Festlandchinesen» entrissen den alteingesessenen «Taiwanesen» sogleich die politische Führung der Insel. Und – was sehr bedeutsam ist – sie nahmen weiterhin für sich in Anspruch, die einzige legitime Regierung Chinas zu sein.

Das hat sich bis heute nicht geändert, und so ist denn der politische Status des modernen Taiwans keineswegs klar: Sowohl die nationalistische Regierung auf Taiwan als auch die kommunistische Regierung in Beijing (Peking) beanspruchen für sich, ganz China zu repräsentieren. Beide betrachten Taiwan lediglich als eine Provinz Chinas. Und beide streben eine Wiedervereinigung Taiwans mit dem Festland an – unter Ausschluss der jeweils «gegnerischen» Regierung und deren Ideologie wohlverstanden! Sozusagen als drittes Lager bei diesem politischen Zwist setzen sich die «Taiwanesen», welche zwar in der nationalistischen Regierung eine Minderheit bilden, jedoch gut 80 Prozent der taiwanischen Bevölkerung ausmachen, für die definitive Loslösung Taiwans vom Festland und seine Unabhängigkeit ein.

Nach nunmehr über vierzigjähriger Trennung Taiwans von China, nachdem die meisten Mitglieder der ursprünglichen Tschiang-Kai-schek-Regierung durch jüngere Politiker abgelöst worden sind, und besonders nach den erschreckenden Ereignissen auf dem Tienanmen-Platz in Beijing im Jahr 1989 scheint sich allerdings auch in den Reihen der nationalistischen «Festlandchinesen» allmählich ein Gesinnungswandel – hin zur Eigenständigkeit – abzuzeichnen. Noch steht aber die «Republik China» auf Taiwan der «Volksrepublik China» auf dem Festland gegenüber.

High-Tech und Ananas

Taiwan war lange Zeit hauptsächlich ein Agrarland; noch 1950 waren rund 60 Prozent der Bevölkerung Bauern. In den letzten Jahrzehnten hat sich die wirtschaftliche Situation der Inselnation grundlegend geändert: Taiwan ist zu einem kapitalistischen Industriestaat nach westlichem Muster geworden, dessen erwerbsfähige Bevölkerung nur noch zu 15 Prozent in der Landwirtschaft tätig ist.

Noch immer aber ist Taiwan hinsichtlich seiner Nahrungsmittel Selbstversorger – dies dank intensivster Bewirtschaftung der vorhandenen Anbauflächen mittels künstlicher Bewässerung, maschinellen Hilfsmitteln und massivem Dünger- und Pestizideinsatz. Heute können im Reisanbau bis zu drei, im Gemüseanbau sogar bis zu sieben Ernten jährlich erzielt werden! Neben Reis – dem wichtigsten Grundnahrungsmittel der Taiwaner – und Zuckerrohr werden vor allem Tee, Ananas, Bananen, Champignons und Spargel angebaut. Grosse Mengen der landwirtschaftlichen Produkte werden, teils als Konserven, exportiert.

Parallel zur Intensivierung der Landwirtschaft entwickelte sich – nicht zuletzt dank massiver ausländischer Investitionen – eine blühende exportorientierte Industrie, in der heute rund 45 Prozent der arbeitenden Bevölkerung eine Beschäftigung finden. Haupterzeugnisse sind elektronische Geräte aller Art sowie hochwertige Computerteile. Aber auch Schuhe und Bekleidungsartikel aus Taiwan haben weltweit einen Namen.

Haupthandelspartner Taiwans sind die USA mit einer Abnahme von etwa 45 Prozent sämtlicher Exporte; wichtige Partner sind aber auch Japan, die Bundesrepublik Deutschland, Saudi-Arabien und Hong-Kong. Insgesamt erreicht Taiwan heute ein Handelsvolumen von 100 Milliarden US-Dollar jährlich und ist damit zur zwölftgrössten Handelsmacht der Welt aufgestiegen. So gehört denn Taiwan heute zu den Staaten Asiens mit dem höchsten Lebensstandard. Im Landesdurchschnitt gesehen können sich viele Taiwaner einen bescheidenen Wohlstand leisten, der sich etwa im Besitz eines Motorrads oder eines Fernsehgeräts äussert.

Noch existiert die malaiische Kultur

Angesichts der bewegten, fast zweitausendjährigen chinesischen Geschichte auf Taiwan könnte man leicht vergessen, dass die fruchtbare Insel eigentlich ebensowenig rechtmässig den Chinesen gehört wie Amerika den Weissen. Schon lange vor den ersten Chinesen waren nämlich aus Südostasien kommend in mehreren Schüben Menschen malaiischen und möglicherweise auch polynesischen Ursprungs nach Taiwan gelangt und hatten sich im Laufe der Zeit über die ganze Insel ausgebreitet. Von den einwandernden Chinesen wurden diese Ureinwohner Taiwans dann aber rasch und rücksichtslos aus weiten Bereichen der Insel verdrängt. Teilweise vermischten sich die malaiisch-polynesischen «Shanti-jen» («Bergbewohner») auch mit den sie beherrschenden Chinesen.

Noch existieren aber mehr oder weniger reinblütige Nachfahren dieser nicht chinesischen Volksgruppen auf Taiwan. Sie leben, aufgeteilt auf neun Stämme, die sich nicht nur in ihrer Sprache, sondern in ihrer gesamten Kultur wesentlich voneinander unterscheiden, zurückgezogen im Zentralgebirge, an der Ostküste und auf der Insel Lanyu. Man schätzt ihre Zahl auf etwa 300 000.

Noch zu Beginn unseres Jahrhunderts konnte man in einem zeitgenössischen Reisebericht lesen: «Es ist sehr gefährlich, sich den von den wilden Stämmen bewohnten Gebieten auch nur zu nähern. Sie üben noch immer, und zwar aus rituellen Gründen, die Kopfjägerei aus, in dem sie ihren Feinden den Kopf abschneiden, und ebenso kommt in jenen Gegenden noch der Kannibalismus vor.»

Natürlich hat sich diese Lebensweise der malaiisch-polynesischen Ureinwohner unter dem Einfluss ihrer stark veränderten Umwelt längst gewandelt. Die meisten Shanti-jen sind zu «zivilisierten Wilden» geworden. Mancherorts präsentieren sie sich sogar den Touristen: So kann man beispielsweise bei Hualien an der taiwanischen Ostküste oder am Sonne-Mond-See in Zentraltaiwan die Sitten und Gebräuche der «Ami» bzw. der «Shao» in sogenannten Kulturdörfern kennenlernen.

Besonders ursprünglich geblieben sind hingegen die auf der 70 Kilometer südöstlich von Taiwan gelegenen und 45 Quadratkilometer grossen Insel Lanyu lebenden «Yami». Ganz bewusst wollen sie die ihnen von den taiwanischen Behörden angebotenen «Vorzüge» der Zivilisation nicht übernehmen, sondern weiterhin in ihren einfachen Hütten wohnen und wie ihre Vorfahren vom Fischfang und Feldhackbau leben. Reis, den die Taiwaner auf die Insel brachten, lehnten die Yami ebenso ab wie die betonierten Häuser, die man für sie bereitstellte. Eine Veränderung ihrer Lebensumstände kommt für sie nicht in Frage, weil ihnen ein ungeschriebenes Gesetz vorschreibt, dass niemand etwas tun dürfe, das die Ahnen nicht auch schon getan haben. So hat sich die Urkultur dieses etwa 2600 Personen zählenden Stammes bis auf den heutigen Tag kaum verändert.

Völkerkundler haben herausgefunden, dass die Sprache der Yami jener der Bevölkerung auf den Bataninseln in den Philippinen sehr ähnlich ist. Man vermutet deshalb ihren Ursprung dort. Die Yami selber glauben jedoch, dass sie von einem Bambus und einem Stein abstammen, die vor Urzeiten vom Himmel fielen, und unterscheiden sich darum noch heute in «Bambus-Yami» und «Stein Yami». Allerdings erzählen sie sich auch seit Generationen Sagen aus einer Inselwelt «weit im Süden», was die Befunde der Völkerkundler bekräftigt.

Bemerkenswerterweise bauen die «primitiven» Yami drei verschiedene Wohnstätten: Die meiste Zeit des Jahres verbringen sie in «normalen», aus kunstvoll geschichteten Steinen gebauten, strohgedeckten Hütten. Für die kalten Monate und für die Zeit, in der Taifune über das kleine Eiland fegen, haben sie jedoch unterirdische Hütten, von denen nur das Strohdach über die Erdoberfläche herausschaut. Und in den heissen Sommermonaten ziehen sie sich in ihre freistehenden, windgekühlten «Pavillons» zurück – auf Stelzen erbaute Plattformen, welche gegen die Sonne mit Strohmatten abgedeckt sind.

Bildlegenden

Zu den landschaftlich reizvollsten Stellen und beliebtesten Ausflugszielen Taiwans zählt der auf 760 Metern Höhe gelegene Sonne-Mond-See. Seinen Namen verdankt er der Tatsache, dass die Form des Nordteils dem chinesischen Zeichen für die Sonne, die des Südteils dem für den Mond ähnlich sieht.

Tschiang Kai-schek war von 1950 bis zu seinem Tod l975 Staatspräsident Taiwans. Die ihm zu Ehren 1980 eingeweihte, im traditionellen chinesischen Baustil errichtete Gedächtnishalle ist 70 Meter hoch und liegt inmitten einer riesigen Parkanlage im Zentrum der Hauptstadt Taipeh.

Prächtige Tempel und Schreine sind auf Taiwan allgegenwärtig und legen Zeugnis ab von der Lebendigkeit der Religion im Volk. Der buddhistisch-taoistische Chinan-Tempel, südöstlich von Taipeh gelegen und nur über 1000 Stufen zu erklimmen, gibt einen exzellenten Eindruck chinesischer Tempelarchitektur.

Taipeh, die Hauptstadt Taiwans, liegt auf der Nordspitze der Insel. Neben hochmodernen Geschäftsstrassen mit farbenprächtigen Leuchtreklamen findet man in Taipeh durchaus auch malerische Stadtteile, in denen das traditionelle Leben mit seinen alten Sitten und Gebräuchen aufrecht erhalten geblieben ist.

Fliegende Händler und mobile Restaurants gehören untrennbar zum Strassenbild der taiwanischen Städte. Gegessen wird wie auf dem Festland ausschliesslich mit den «verlängerten Fingern», den Stäbchen, weshalb alle Speisen schon kleingeschnitten serviert werden.

Über 20 Millionen Menschen leben auf Taiwan und den dazugehörigen Inseln. Der überwiegende Teil von ihnen stammt von Chinesen ab, welche hauptsächlich ab dem 12. Jahrhundert vom Festland auf die fruchtbare Insel ausgewandert sind und sich hier angesiedelt haben.

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Sizilien est Insula… Götterinsel Bali

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