Bombay = Mumbai

September 4, 2008 at 6:55 pm Hinterlasse einen Kommentar

 

Bombay oder Mumbai ist eine riesige Stadt. Ein Moloch mit geschätzten 16 Mio. Einwohnern. Sie ist in den meisten Stadtteilen genauso dreckig und zerfallen wie vor Jahren auch. Da merkt man nichts vom Wirtschaftswachstum Indien als kommende Supermacht. Die Lage macht Mumbai jedoch interessant. Langgezogen liegt die Stadt im Meer, ist Flugdrehkreuz und Heimat von Bollywood !

KURZBESUCH BOMBAY nach einer Rundreise:

Naja, Tempel wird man sich ja nach zwei-drei Wochen Indien keine mehr ansehen wollen. Da bleibt dann das Gateway of India, direkt vor dem tollen Taj Hotel. Eine Rundfahrt um die „Maidans“ (Cricket Spielfelder) herum,  um die sarazenisch-gotischen Gruselbauten der Engländer zu bewundern. Ein Architekturkritiker hat einmal Bombay als „Sodom“ der Architektur bezeichnet…

Dann solltet ihr euch das historische Gebäude des Crawford Markets ansehen – wird demnächst abgerissen, nachdem es von korrupten Politikern der Stadtverwaltung an Immobilienhaie verschoben wurde.

Am besten ist anschließend ein Cocktail auf der Dachterrasse des (kleinen) Interconti am Marine Drive. da hat man einen schönen Blick über die Bay und die Dachterrassenbar ist für indische Verhältnisse sehr cool ‚gestiled‘ und hat auch ganz gute Musik.

Abendessen im Saltwater Grill direkt am Stadtstrand unter Palmen und aufgeschüttetem Sand runden den Besuch ab ….

Mumbai – die Atemlose !

 „Wer sich in Mumbais chaotische Gassen stürzt, ist dankbar für jedes Erfrischungstuch, das ihm gereicht wird“,so die Stern Autorin Gesine Unverzagt

 Sie schreibt über Mumbai:

Der Empfang im Hotel ist göttlich: Wunderschöne Frauen in edlen Saris haben sich aufgereiht, um die Gäste willkommen zu heißen. Zum Gruß falten sie die Hände, neigen den Kopf leicht nach vorn. Die Damen legen den Gästen Ketten aus duftenden, weißen Franchipani-Blüten um den Hals und tupfen ihnen Punkte aus rotem Puder auf die Stirn. Um das Wohlbefinden zu optimieren, wird ein Mangococktail gereicht. Zwei Musiker untermalen die Begrüßungszeremonie mit ihren Sitarlauten, der Empfangsraum ist erfüllt vom Duft der Räucherkerzen. Wir sind angekommen – im Paradies. Das Leela Kempinski Hotel in Bombay sieht auf dem Foto eher nüchtern aus, ein weißer Klotz ohne Charme. Vor Ort wird der Gast jedoch umhüllt von einer Gastfreundschaft und Ästhetik, die perfekter nicht sein kann.

Am folgenden Morgen geht es hinaus ins wirkliche Leben, hinaus auf die Straßen Bombays. Im Schritttempo kriechen die Autos durch die überfüllten Straßen. Am Straßenrand haben sich Bürgersteigbewohner häuslich niedergelassen. In provisorisch aufgespannten Zelten, Planen aus Säcken und Plastik, hausen die Ärmsten der Armen mit Kind und Kegel am Rande des Stop-and-go-Verkehrs. Es sind Landflüchtige, die im Moloch Mumbai, wie die Stadt seit 1995 heißt, eine Überlebenschance suchen. 15 Millionen Menschen leben in der Stadt, so schätzt man. Die moderne, verwestlichte Wolkenkratzermetropole ist Indiens wichtigstes Finanz- und Industriezentrum. Englische Kolonialbauten stehen neben neuindischen Wolkenkratzern, modernen Geschäftsviertel, westliche Kinos und Schnellimbissketten drängen neben Tempel, Kirchen und Moscheen, dazwischen Bauruinen, Müll und Menschengewirr. Ghandis Wohnhaus als Miniaturmuseum

Einen typischen Eindruck vom indischen Leben bekommt man beim Blick ins Wäschereiviertel Dhobi Ghats, einer riesige Open-Air-Wäscherei. So weit das Auge reicht, wird hier in nebeneinander gemauerten Becken Berge von Wäsche gewaschen und geschlagen, um danach in endlosen Bahnen zum Trocknen aufgehängt zu werden. Ausgeführt wird die Arbeit von den Dhobis, Wäschern, Angehörigen einer niedrigen Kaste. Fröhlich winken sie, als sie bemerken, dass sie beobachtet werden.

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„Faces of India“ Südindien – wo ist das ?

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